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Irene Schönmann
°F Inside

KRAFTRAUM MITTELSTAND – Wir präsentieren die erste Folge des Podcasts von °F

Folge 1: Marke ist Überlebensfrage – nicht Geschmackssache

Den Auftakt machen Podcast-Hosts Irene Schönmann und Markus Lievenbrück mit Alexander Aberle, Head of Department Marketing & Product bei der Designflooring GmbH. Mit über 25 Jahren Erfahrung in der Markenkommunikation – von Konzernen bis zu Familienbetrieben – bringt er eine einzigartige Perspektive mit.

Markenarbeit im Mittelstand ist keine Frage des Geschmacks, sondern knallharte Unternehmensstrategie. Alexander und die °F-Hosts sprechen offen über typische Denkfehler, echte Chancen und konkrete Schritte, die mittelständische Unternehmen zu sichtbaren Marken machen.

Die zentralen Themen der ersten Folge:

👉 Warum Skepsis oft berechtigt ist
Viele Mittelständler reagieren skeptisch auf Markenführung. Alexander erklärt, woher diese Haltung kommt und warum sie zum Problem werden kann.

👉 Chancen, die auf dem Tisch liegen
Eine starke Marke bietet konkrete Vorteile: mehr Sichtbarkeit, nachhaltiges Wachstum und erfolgreiche Mitarbeitergewinnung. Aber nur, wenn sie richtig präsentiert wird.

👉 Die Risiken des Zufalls
Was passiert, wenn Markenarbeit halbherzig betrieben wird – oder ganz dem Zufall überlassen wird?

👉 Mittelstand vs. Konzern
Die Unterschiede in Ressourcen, Entscheidungsstrukturen und Markenverständnis sind enorm. Diese Realitäten muss jede Markenstrategie berücksichtigen.

👉 Warum Markenarbeit scheitert
Markenprojekte gehen oft schief. Alexander und die Hosts analysieren die häufigsten Stolpersteine und zeigen, wie sie umgangen werden können.

👉 Marke als Chefsache
Erfolgreiche Markenführung muss top-down gelebt werden. Warum die Geschäftsführung der entscheidende Faktor ist.

„Markenbildung ist meiner Meinung nach klar Chefsache, denn es geht um Strategie, nicht um Meinung. In dem Fall ein klares Top-Down.

Die Geschäftsführung ist der wichtigste Treiber der Marke. Ohne die Unterstützung wird es erfolglos sein, denn die Geschäftsführung muss die Markenstrategie natürlich aktiv vorleben.“

Alexander Aberle


Marke – braucht doch kein Mensch? Warum der Mittelstand umdenken sollte


„Marke? Braucht doch kein Mensch!“ – diesen Satz haben viele Mittelständler schon einmal gehört oder vielleicht sogar selbst ausgesprochen. Schließlich gilt im deutschen Mittelstand oft die Devise: Wir haben ein starkes Produkt, treue Kunden und machen seit Jahrzehnten gutes Geschäft – wozu also eine Marke aufbauen? Doch genau hier liegt ein Missverständnis. Im Gespräch mit dem Markenexperten Alexander Aberle wird deutlich, dass nicht die Markenführung selbst das Risiko ist, sondern vielmehr das Ignorieren dieses Themas.

Viele Unternehmer reagieren zunächst skeptisch, wenn sie mit Markenarbeit konfrontiert werden. Sie befürchten, dass das Ganze nur Geld und Zeit kostet, ohne dass sich unmittelbar ein Nutzen zeigt. Manche verweisen darauf, dass man doch schon immer erfolgreich war, andere glauben, dass die Qualität des Produkts oder der Service für sich sprechen. Alexander Aberle kennt diese Haltung aus 25 Jahren Erfahrung in Konzernen und Familienunternehmen. Er weiß aber auch: Wer Marke nicht ernst nimmt, macht sich langfristig angreifbar. Ohne klare Positionierung bleibt ein Unternehmen austauschbar, kommuniziert unklar und wird letztlich gezwungen, sich über den Preis zu verkaufen. Und genau das kann auf Dauer gefährlich werden.

„Am Ende steht die Erkenntnis: Markenführung ist Chefsache.“

Dabei hat gerade der Mittelstand beste Voraussetzungen, um eine starke Marke zu entwickeln. Anders als in Konzernen, in denen spezialisierte Abteilungen mit großen Budgets arbeiten, sind Entscheidungswege hier oft kürzer, persönlicher und direkter. Die Inhaber prägen mit ihrer Haltung, ihren Werten und ihrer Geschichte das Unternehmen und geben ihm damit eine Authentizität, die man nicht kaufen kann. Die Grundlage ist also da – sie muss nur bewusst gemacht und strategisch genutzt werden.

Entscheidend ist, dass Markenführung nicht als Frage des Geschmacks verstanden wird, sondern als strategische Aufgabe. Farben, Bildsprache und Tonalität dürfen nicht dem Bauchgefühl Einzelner folgen, sondern müssen konsequent auf einer klar definierten Markenidentität beruhen. Vision, Mission, Werte und Haltung bilden das Fundament, das von der Geschäftsführung vorgelebt werden muss. Nur wenn die Spitze des Unternehmens hinter der Marke steht, wird sie auch im Alltag verankert und von den Mitarbeitenden getragen. Denn eine Marke entfaltet ihre Kraft immer zuerst nach innen, bevor sie nach außen sichtbar wird. Die Belegschaft sind die ersten und wichtigsten Markenbotschafter.

Natürlich erfordert dieser Prozess Mut. Mut, sich nicht nur auf Produkte zu verlassen, sondern auch die eigene Identität sichtbar zu machen. Mut, in der Kommunikation nicht im Grau-Blau des Mittelstands zu verharren, sondern lauter, bunter und experimentierfreudiger aufzutreten. Viele Mittelständler sind technologisch hochinnovativ, wirken nach außen jedoch konservativ und zurückhaltend. Genau hier liegt eine große Chance: Wer auch in der Kommunikation Neugier zeigt, wer sich traut, neue Formate wie Podcasts oder Social Media aktiv zu nutzen, schafft Sichtbarkeit und Nähe.

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Am Ende steht die Erkenntnis: Markenführung ist Chefsache. Sie darf nicht als Nebenschauplatz behandelt werden, sondern muss strategisch und langfristig gedacht sein. Es geht nicht darum, ob jemand eine bestimmte Farbe schön findet, sondern darum, wie sich ein Unternehmen klar und glaubwürdig im Markt positioniert. Wer diesen Weg geht, stärkt nicht nur seine Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch seine Attraktivität für Kunden, Mitarbeitende und Nachfolger. Oder, wie es im Mittelstand so schön heißt: Es geht um Enkelfähigkeit.

Der deutsche Mittelstand hat alles, was es für starke Marken braucht – Vertrauen, Qualität, Innovationskraft, regionale Verwurzelung und generationenübergreifendes Denken. Jetzt ist es an der Zeit, diese Stärken sichtbar zu machen. Denn ohne Marke verkauft man über den Preis, mit Marke verkauft man über Vertrauen. Und Vertrauen ist die Währung, die in Zukunft den Unterschied machen wird.

„Der deutsche Mittelstand hat alles, was es für starke Marken braucht – Vertrauen, Qualität, Innovationskraft, regionale Verwurzelung und generationenübergreifendes Denken.“

KRAFTRAUM MITTELSTAND ist ab sofort verfügbar auf:

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Gemeinsam geben wir dem deutschen Mittelstand die Sichtbarkeit, die er verdient. Denn starke Marken machen einen starken Mittelstand – und ein starker Mittelstand macht eine starke Zukunft.